Dank KI Sprachassistenten wie Alexa und Siri können immer weniger Kinder in ganzen Sätzen sprechen

Der neue Gott spricht gerne zu all seinen Gläubigen (Bildquelle)

Nachdem die Digitalisierung schon die guten Manieren, den Datenschutz, die Schreibschrift und die Rechtschreibung getötet hat scheint es als käme nun sogar die Sprache selbst auf den Schlachtblock des Fortschritts. Die Kombination aus Bequemlichkeit, Überheblichkeit und schlichter Ignoranz ist einfach zu stark. So verzichtet offenbar ein Gutteil der Menschheit darauf, ihren Kinder das Hintertürchen der autonomen Existenz offen zu halten mit der Weitergabe einiger Fertigkeiten, die in den letzten fünftausend Jahren und bis vor circa fünf Jahren unerlässlich waren für das erfolgreiche Überleben in der Natur wie in der Zivilisation.




Daily Mail: Aufgrund des Vertrauens von Eltern in KI-Assistenten sind einige der neu eingeschulten Kinder nicht mehr in der Lage, in ganzen Sätzen zu sprechen, weil sie die Gutenachtgeschichte von Geräten wie Alexa vorlesen lassen



Immer mehr Kinder bekommen die Gutenachtgeschichte offenbar von Alexa, dem Sprachassistenten von Amazon vorgelesen, weshalb Lehrer nun warnen, dass viele Kinder deshalb nicht mehr in ganzen Sätzen sprechen können.

Eine Umfrage darüber ergab, dass sich Familien bei der Unterhaltung ihrer Kinder zunehmend auf den virtuellen Assistenten verlassen - während gleichzeitig vier- und fünfjährige Kinder über Bücher „streichen“, da sie schon als Kleinkinder zu sehr an Smartphones und Tablets gewöhnt wurden.

Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage unter 100 Grundschullehrern, die diesen Monat eingeschulte Kinder betreuen. Ganze 82 Prozent der Lehrer meinten, dass „immer mehr Kinder nicht ausreichend auf den Schulanfang vorbereitet sind“.

Mit dem gleichen Anteil wird behauptet, dass es heute mehr Sprach- und Sprechprobleme gibt als vor fünf Jahren. Ein Lehrer meinte darüber, dass mehr als die Hälfte seiner Schüler „nicht in der Lage sind in Sätzen zu sprechen, oder deren Worte von Erwachsenen nicht zuverlässig verstanden werden können“.

Rund 72 Prozent der befragten Lehrer haben mindestens ein Kind in ihrer Klasse, das „keine Ahnung“ hat, wie man ein Buch benutzt.

Channel 4 News, wo die Umfrageergebnisse gestern Abend veröffentlicht wurden berichtete über einen Lehrer, der sagte: „Viele der Kinder schlafen inzwischen mit einer Geschichte ein, die ihnen von Alexa erzählt wird und nicht von einem Elternteil“.

Jeff Bezos wird sich freuen. Erzeugt er damit doch ein Heer an Abhängigen, die ohne ihn und seine Dienstleistungen nicht mehr überleben können.

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