Das Manifest des Attentäters von Neuseeland als Meilenstein auf dem Weg in den identitären Bürgerkrieg


Das eigentliche Ziel des Massenmörders von Neuseeland

Das Blut der Opfer des Attentats in Neuseeland war noch nicht trocken, da verbreiteten die Medien bereits die vom Haupttäter hinterlassenen Botschaften und sein Manifest. Er sei rechtsextrem, ein Nazi und Rassist. Nach dem, was ich darüber bislang las ist das alles korrekt, wie auch die Vergleiche mit Anders Breivig. Was die Mainstream Medien in ihrem Schreck aber nicht berichteten ist das erklärte Ziel des Attentäters: Es ist die Vernichtung der neutralen und von allen Spielarten des Extremismus angewiderten Mitte der Gesellschaft.



Der Täter wollte spalten und er spaltete



Das 74 Seiten lange Manifest lässt keine Zweifel zu, der Mann wollte kein Held sein. Wie er durchaus nachvollziehbar ausführt war er sich seiner Aussichten als Massenmörder mit Ruhm bekleckert zu werden völlig im Klaren.

Auch das Rachemotiv war nur eine Begleiterscheinung seiner Tat. Er geht zwar intensiv darauf ein in seinem Schriftstück - er nennt explizit die islamischen Eroberungsversuche und die islamische Sklaverei an Europäern der frühen Neuzeit, sowie die Opfer von islamischen Terroranschlägen der jüngeren Vergangenheit und vor allem die zehnjährige Ebba Akerlund, die in Schweden von einem islamischen Terroristen mit einem LKW überfahren wurde als vermeintlich legitime Rachegründe - gleichzeitig jedoch weist er darauf hin, dass er als Einzelner oder auch eine kleine Gruppe keinen Unterschied machen kann.

Was sind schon ein paar dutzend Tote „Invasoren“, wie er muslimische Einwanderer nennt, wenn es doch Millionen von ihnen sind, die in unsere Länder strömen und mehr Kinder bekommen als wir selbst. Mit „unsere Länder“ und „wir“ gemeint sind dabei europäisch geprägte Nationen mit weißer, christlich geprägter Bevölkerung.

Nein, das wahre Motiv und die eigentliche Perfide dieses psychopathischen Massenmörders lag in etwas anderem und auch darauf geht er ausführlich ein in seinem Manifest. Das Manifest übrigens, man sollte es sich herunterladen und lesen. Es wurde zwar vom Mainstream gelöscht, aber man kann es beispielsweise noch immer hier herunterladen.

Die Tatsache, dass das Manifest überall gelöscht wurde, es entspricht der leeren Geisteshaltung des Nichtig machens von Geschehenem, und genau das ist Teil des wahren Tatmotivs. Der Attentäter spielt - wie auch schon Breivig, aber noch viel geschickter - mit der gesellschaftlichen Actio-Reactio des derzeitigen Zeitgeistes. Dessen kindlich-falsche Annahme scheint darin zu liegen, dass jemand sich genau dann radikalisiert, wenn er das Manifest zu lesen bekommt. Ganz so als würde man zum Nationalsozialisten wenn man Mein Kampf ließt, zum Kommunisten, wenn man Marx ließt oder zum Moslem, wenn man den Koran ließt.

Der billige und impotente Versuch, Geschehenes ungeschehen machen zu wollen und Taten zu Nullpotenzialen zu erklären ist ein wichtiger Teil dieses wahren Motivs. Denn er brauchte diese inzwischen überall anzutreffende Lücke zwischen der gesellschaftlich legitim erklärten Perspektive und jenem, was die Menschen in der Masse tatsächlich sehen und begreifen. Diese Lücke ist es, in die der Täter seine Brechstange überhaupt erst ansetzen konnte, um sie mit dem brachialsten aller Mittel zu einem tiefen Spalt zu öffnen.

Spalten wollte der Täter. Er wollte alle dazu zwingen, Farbe zu bekennen. Nicht ohne Grund verwies er auf den YouTuber Pewdiepie/Felix Kjellberg und Candice Owens. Sie beide entziehen sich dem linken Mainstream und sie beide beide sind trotz aller Sanktionen durch den Status Quo und trotz – oder wegen - ihrer Haltung erfolgreich. Ihre Haltung? Nun, sie weisen wieder und wieder auf diese Lücke hin zwischen der erlaubten Meinung und dem, was da wirklich sein könnte.

Beide sind zudem mit einer robusten freiheitlich Gesinnung ausgestattet, sie verstehen sich als liberal und im Falle von Kjellberg sogar als linksliberal. Wer das Manifest liest, der wird schnell sehen, wie wenig der Täter mit der Gesinnung der beiden gemein hat. Trotzdem verweist er auf sie und gibt sich als deren Verbündeter aus.

Warum nur? Es ist ihr Millionenpublikum in aller Welt. Aber er machte es nicht um der Aufmerksamkeit wegen, die er mit deren Nennung erzeugte, sondern er wollte den Mainstream dazu bringen, die beiden noch mehr zu sanktionieren und ihnen die Öffentlichkeit wegzunehmen. Die wahre Absicht bestand im Kalkül, dass wenn jemand mit einem integren Persönlichkeitsprofil aus der Öffentlichkeit ausgeschlossen wird, dann muss jeder mit einem Rest an Verstand empört sein und sich auf dessen Seite schlagen und gleichzeitig muss er den Status Quo zu hassen beginnen für seine hässlichen und falschen Entscheidungen.

Der Täter wollte zwei Lager erzeugen, die sich beide unversöhnlich gegenüberstehen und die sich aus ihrer unüberbrückbaren Differenz heraus extremisieren. Denn nur so, auch das lässt sich im Manifest eindeutig nachzeichnen, kann im freiheitlichen – und für ihn ethnisch weißen – Westen eine kritische Masse entstehen, die sich der herrschenden linken Elite entschieden entgegenstellt und die Selbstvernichtung abwendet.

Und der Mann, das lässt sich bereits jetzt sagen, konnte sein wirkliches Ziel vollumfänglich erreichen. Dabei sind es weniger Kjellberg und Owens, die er mitsamt ihrer Fans über den Rand stürzte, sondern auch alle anderen. Beim ach so schlauen Spiegel findet sich eine beeindruckende Schwarzliste mit all jenem, das den Täter zur Tat verhalf: Internetseiten, Soziale Medien, Videoportale, Suchmaschinen, Chatforen, Onlinespiele. Kurzum alles, das die heutige digitale Welt ausmacht und es wird demnächst schon mit gesinnungsethischem Napalm vernichtet werden, so dass niemandem mehr eine andere Wahl bleibt, als die langweilige Kröte der glatten, korrekten Oberfläche zu schlucken oder sich weiter in eine Nische zu bewegen und damit in eine noch stärkere Filterblase.

Ein bezeichnendes Beispiel für das korrekte Kalkül des Täters ist, dass die neuseeländische Ministerpräsidentin als eine der ersten Konsequenzen aus dem Massenmord ankündigte, die Waffengesetzgebung des Landes „extrem“ zu überarbeiten. Man muss nicht der größte Fan von Waffenbesitz sein um zu erkennen, dass Terroristen und Kriminelle die letzten sind, die sich aufgrund der Gesetzgebung vom Kauf einer Schusswaffe abhalten lassen. Das Gegenteil ist der Fall. Mit einer Schusswaffe steigt ihre Überlegenheit gegenüber unbewaffneten Zivilisten exponentiell, während ihr Risiko auf eine Strafe nur marginal ansteigt.

Der Täter geht im Manifest genau darauf ein und bezeichnete diese Entwicklung für Neuseeland auch ohne seine Tat als „unvermeidlich“ und eine Frage der Zeit. Dazu verweist er auch auf die USA und deren Zweiten Verfassungszusatz, der den Bürgern das Recht auf das Tragen von Waffen verleiht. Diesen, so seine nicht allzu prophetische Vermutung, würde mit seiner und anderen künftigen Gräueltaten noch weiter unter Druck geraten, so dass unter den freiheitlichen der amerikanischen Waffenträger eine große Masse entsteht, die sich aus Ablehnung einer Restriktion ihrer Freiheit ebenso abspalten und in seinem Sinn radikalisieren.

Es wäre eine äußerste Seltenheit, falls der Anschlag nicht auch für andere invasive Eingriffe in die Freiheitsrechte des Einzelnen genutzt würde. Die üblichen Stichworte zum Thema lauten: Telefonüberwachung, Vorratsspeicherung, Bargeldverbot. Nicht zuletzt wird auch das ein oder andere Soziale Medienunternehmen die Daumenschrauben des Erlaubten noch etwas weiter anziehen und die zahlreichen Gesetze gegen „Hasskommentare“ - vor allem jene im Mutterland Großbritannien - zeigen, dass auch für Neuseeland noch viel Luft nach oben ist.

Der Attentäter hat all diese Stellschrauben gesellschaftlicher Repression auf Mal zum drehen gebracht und der dumme Mainstream – siehe das Pamphlet im Spiegel – dreht fröhlich weiter.

Das Problem dahinter lässt sich am besten als Frage formulieren: Wie lange werden wir noch zulassen, dass kranke psychopathische Massenmörder darüber bestimmen wie wir alle leben?



Millionen, denen die beklemmenden Tatsachen bekannt sind



Ein Gutteil des Manifests geht ein auf die demografische Entwicklung der weißen, europäischstämmigen Weltbevölkerung, die sich deutlich unterscheidet von jeder der muslimischen Einwanderungsbevölkerung. Kein einziges weiß geprägtes Land erreicht heute noch die Reproduktionsrate, so der Text. Kaum eines dieser Länder hat keine muslimische Einwanderung – der Täter wählte Neuseeland als Anschlagsziel unter anderem auch deshalb, weil er zeigen wollte, dass diese bis ans buchstäbliche Ende der Welt reicht – und in keinem der Länder kann man einen allgemeinen Erfolg melden bei der Integration der Muslime und der Assimilation ihrer Kinder und Enkel.

Der Täter geht in seinem Manifest dazu ein auf die verübten Gräueltaten von Muslimen in Europa. Seien es die vielen verheerenden Terroranschläge, oder das Phänomen der „Grooming Gangs“, das sich überall durch Europas Mädchenkinderzimmer gefressen hat. Eine lange Liste mit Links zu externen Quellen (meist Wikipedia!) unterstreicht dabei seine Vorwürfe gegen die muslimische Bevölkerung in Europa in ihrer Absicht einer feindlichen Übernahme des Landes.

All die genannten Fakten sind korrekt und auch das im Manifest verlinkte Video zum Thema ist wohlbekannt. Man kann dem Täter und seinen muslimischen Feinden in diesem Zusammenhang zwar „Lineardenken“ vorwerfen, da beide die Bevölkerungsentwicklung bis ins Jahr 2100 voraussehen wollen. Aber es ist auch eine gängige Herangehensweise für derartige Prognosen, da sie die einzige ist, die auf robusten Annahmen gründet. Des weiteren sind auch Grooming Gangs ein großes reales Problem überall in Europa und den ehrlicheren unter den Zeitgenossen ist zusätzlich auch bekannt, dass sie ihre Taten vor allem islamisch-religiös begründen.

Und auch die mangelnde Integration und mitunter aktive Desintegration durch muslimische Gemeinden ist allseits bekannt. Kein Wort verlieren muss ich über die Millionenzahl, die er für die muslimische Einwanderung behauptet. Wir alle haben noch die Bilder vom Sommer/Herbst 2015 im Hinterkopf.

Die Informationen sind korrekt. Alles, was der Täter im Manifest auflistet ist korrekt. Die aufgezählten demografischen, kulturellen und kriminalitätsbezogenen Fakten entsprechen zweifelsohne den Tatsachen.

Mit der Ableitung eines Massenmordes daraus verhält es sich meines Erachtens jedoch in etwa so wie mit einem Auto, das an einer Menschenmenge vorbeifährt und einem, das in sie reinfährt. Beide Tätigkeiten sind sehr ähnlich und sie liegen nur wenige Meter nebeneinander - und doch könnte der Unterschied nicht größer sein.




Die falsche Logik des Massenmörders



Hätte ich den Täter vor seiner Tat gekannt – einiges spricht für einen geselligen wie intelligenten Mitmenschen, bevor er sich (sic!) auf seinen ausgedehnten Reisen durch die Welt radikalisierte – ich hätte ihn womöglich nicht von seiner späteren Tat abhalten und seiner Gesinnung abbringen können. Aber ich hätte vielleicht den ein oder anderen Riss in sein Gedankenkonstrukt reißen können, der die Wahrscheinlichkeit gesenkt hätte, dass es überhaupt so weit gekommen wäre.

Ich denke, viele hätten diese Funktion des sozio-emotionalen Katalysators innehaben können, sei es online in anonymen Chats oder offline im richtigen Leben bei einem kühlen Bier. Denn es ist nicht allzu zu schwer, die Widersprüche, Übertreibungen und falschen Ableitungen zu erkennen, auf die der Täter im Laufe seines Prozesses in den Massenmord hereingefallen ist.

Dabei muss man nicht einmal Oswald Mosley kennen oder Benito Mussolinis Schriften oder die Tiefendetails gesellschaftspolitischer Erörterungen neueren Datums. Nein, es sind einfache Sachzusammenhänge, von denen ich beispielhaft auf drei aus dem Manifest kurz eingehen möchte.


1) Er erklärt Gewalt zur Grundlage menschlichen Zusammenlebens. Macht leitet sich immer aus Gewalt ab, die man in der Lage ist anzuwenden, um diese Macht durchzusetzen. Ohne Macht existiert keine Gesellschaft, da ohne Macht auch kein Recht möglich ist jenseits des situativen Recht des Stärkeren.

Das ist nicht falsch und es gibt eine – überaus kontroverse – aber sehenswerte Stelle in dem Film Starship Troopers, in der diese Perspektive kurz erläutert wird. Dabei ist es nicht dieser Zusammenhang falsch, sondern die Verkürzung des Täters auf Gewalt als physische Gewalt.

Auch in dem Film wird Gewalt als unmittelbare physische impliziert, wobei dass nicht falsch sein muss. Allerdings spricht das Manifest auch von anderen Arten der Macht. Finanzieller Macht (Banken, Großkapitalisten), institutioneller Macht (multinationale Konzerne), kultureller Macht (Popstars). All diese Macht kann in letzter Konsequenz heruntergebrochen werden auf physische Gewalt. Man denke nur an einen Großkonzern im Mineralwassergeschäft, das als Ultima Ratio den Menschen den Zugang zur lebenswichtigen Wasserversorgung abschneiden kann. Das ist in letzter Konsequenz physische Gewalt.

Diese physische Gewalt aber wird heute nur sehr indirekt ausgeübt, während die Macht selbst eher auf wirtschaftliche und politische Netzwerkstrukturen basiert, da diese weit mehr Gewaltpotenzial versprechen als die reine Kontrolle über knappe Güter.

Es ist daher ein Widerspruch, wenn er die eigene Gewaltanwendung gegenüber seinem erklärten Feind mit dieser Gewalt-Macht-Recht Identität legitimiert. Im Gegenteil, wäre er konsequent der Ableitung seiner Beobachtungen zur Gewaltfrage – die an sich nicht falsch sind – er hätte sich nicht drei Monate lang auf eine Greueltat vorbereitet, sondern sich eher einen Geschäftsplan zurechtgelegt und Geld verdient, um so vielleicht gemeinsam mit Gesinnungsgenossen selbst zum machthabenden Kapitalisten aufzusteigen, um dann schließlich dank der Macht die institutionelle Rolle des letzten Gewalthabenden übernehmen zu können.


2) Im Manifest beschreibt der Täter, wie sehr die weiße Rasse aufgrund ihrer Demografie nicht nur in den Rückstand gerät gegenüber der fortpflanzungsfreudigen muslimischen Bevölkerung, sondern auch intrinsisch verwelkt, da die Geburtenrate weit unter der Reproduktion liegt.

Der Täter leitet daraus ab, dass man mit Gewalt aktiv werden muss, weil es nichts bringen würde, mehr Kinder zu bekommen – oder überhaupt welche wie er selbst – weil das zu lange dauert und es nebenbei nicht die Moslems wieder aus dem Land jagen wird, sondern bestenfalls zu einem Patt führen würde.

Mit Ausnahme des Teils mit der Gewaltanwendung muss das genannte nicht falsch sein. Argumentativ schwach wird es jedoch dann, wenn im Manifest auf der anderen Seite auf „Millionen Sympathisanten“ verwiesen wird, wie es im Manifest mehrfach der Fall ist.

Ich dachte, die gäbe es nicht?

Hätte der Täter Millionen Sympathisanten überall im Westen, dann wäre es sowohl kulturell, als auch politisch, wirtschaftlich und hinsichtlich der Demografie eindeutig möglich, etwas gegen die aktuelle Entwicklung zu unternehmen, ohne zu Gewalt zu greifen. Woher ich das weiß? Nun ganz einfach, die Muslime des Westen machen es vor. Sie konnten sich erfolgreich politisch verankern, sie erhalten heute massive finanzielle Zuwendungen, sie verdoppeln ihre Zahl mit jeder Generation, die sie im Westen leben und niemand darf sie oder ihre Gesinnung kritisieren.

Mit Millionen Sympathisanten im Rücken wäre die erfolgreiche Verteidigung „der weißen Rasse in ihrem angestammten Gebiet“, wie es der Täter ausdrücken würde, lediglich eine Frage der Vernetzung, des Zusammenhalts, der Dreistigkeit und des kinderorientierten Vögelns. Aber eindeutig keine Angelegenheit, bei der man mit Hilfe von Massenmorden den Frieden und die Freiheit in der Gesellschaft zerstören muss.


3) Die Feinde sind nicht Moslems an sich, wenn sie in ihren angestammten Gebieten leben, so der Täter in seinem Manifest, sondern jene Moslems, die in weiße Gebiete migrieren und sich dort über die Geburtenrate das Land nehmen. Die zweite Feindgruppe des Täters sind jene Vertreter in Politik, Medien, Kultur, Sozialwissenschaften und Großkonzern, die diese Entwicklung zulassen oder gar forcieren.

Ich möchte dazu zwei Kausalitätsfragen stellen. Was kam zuerst, die muslimische Massenmigration oder das Öffnen der Schleusen durch die Eliten? Und was müsste als erstes geschehen, um die Islamisierung der weißen Länder zu stoppen, müssten erst die Moslems raus, oder müssten erst die Schleusen zugemacht werden?

Egal, wie man in dieser Frage insgesamt positioniert ist, logisch ist jeweils nur eine Antwort und zwar jene mit den Eliten.

Im bevölkerungsarmen Neuseeland am Ende der Welt leben heute deutlich über fünfzigtausend Moslems, sie könnten ein ganzes Stadion füllen. Wer sich gewaltsam gegen sie auflehnt, der muss also einiges an Munition verschießen und Logistik aufbringen für einen erfolgreichen Genozid.

Eliten wiederum gibt es in Neuseeland mit einer Bevölkerung von etwa 4,2 Millionen ungefähr 4.200 – die Faustregel lautet, dass einer von tausend dazu gehört. Es ist also der Faktor 12, um den sich der Täter und seine Gesinnungsgenossen ihre Arbeit hätten erleichtern können mit einem Anschlag gegen die Eliten des Landes und nicht gegen Moslems.

Oder in Zahlen ausgedrückt: Fünfzig Tote Moslems entsprach einem von 1.000 neuseeländischen Moslems. Fünfzig tote neuseeländische Politiker, Journalisten oder Soziologieprofessoren wäre einer von 84 gewesen. Höflich ausgedrückt hatte die Tat aus der eigenen Perspektive des Täters also keine allzu vorteilhafte Opportunität.

Es ist auch nicht so, dass alle Politiker, Journalisten, Soziologen und Kulturschaffende stets bewacht werden, oder dass sie sich nie an einem Ort versammeln. Überhaupt nicht, das machen sie oft und gerne. Der Täter hätte daher genauso gut ein Massaker gegen die Eliten durchführen können mit exakt der selben Metawirkung, aber er hätte ein merkliches Loch in deren Reihen schießen können weit jenseits der reinen Symbolik mit dem Angriff gegen Moslems.



Warum hat ihn niemand auf die Fehler in seinem Denken hingewiesen?



Ob im Internet oder im realen Leben, wäre es vor der Tat jemals zu einem Treffen mit dem Täter und einem Gespräch darüber gekommen, ich hätte ihn wirklich gerne darauf hingewiesen. Wobei ich betonen möchte, dass ich die „richtige“ Lösung beim dritten der genannten Fehler keineswegs goutiert hätte. Ich bin gegen illegitime Gewaltanwendung und bitte, das genannte Alternativziel der Eliten für ein Massaker als rein theoretische Abwägung zu betrachten.

Das dahinterstehende Problem ist dabei nicht jenes, dass ich den Täter nie traf. Vielmehr ist es die Tatsache, dass der Täter auch sonst kaum jemanden traf, der ihm hätte fundiert widersprechen können. Dabei haben wir mit dem Internet ein großartiges Instrument, wo unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen können, um im gegenseitigen Wettbewerb der Ansichten die besten herauszusuchen.

Ein Massenmord oder unreflektierter Hass ist dabei nie der Gewinner – es sei denn natürlich, die Vorauswahl der Meinungen ist so weit eingeschränkt, dass in der Debatte nur jene Ansichten gehört werden können, die Hass und Mord predigen.

Die Krux liegt im erlaubten Meinungskorridor, der immer enger gezogen wird – wieder der Verweis auf den oben verlinkten Spiegelmüll – der den Täter und potenzielle Nachahmer immer öfters und immer weiter in jene Filterblasen verdrängt, wo sie immer seltener auf ihre inneren Widersprüche und Logikfehler hingewiesen werden. Dort kann niemand mehr Einfluss auf sie und ihre schrägen Ansichten ausüben.

Nicht ich, nicht andere, nicht in Chats, nicht in Leserkommentaren und schon gar nicht in Zeitungsartikeln und anderen Medienprodukten. Aber auch auf das echte Leben wirkt sich dieser Riss im Faden der Kommunikation aus, da heute bei uns allen die innere Schere schon sehr früh ansetzt.

Es wird immer schwerer, Extremisten und potenziellen Nachahmern mitzuteilen, dass rein gar niemand psychopathische Massenmörder oder deren Fans als Nachbarn haben will.



Politik, Soziale Medien und medialer Mainstream



Das Manifest des Täters ist ein Manifest des epochalen Versagens unserer öffentlichen und öffentlichkeitsschaffenden Organe beim Schaffen eines Umfeldes, in dem schlechte Ideen, böse Gedanken und psychopathische Absichten ausselektiert werden. Dabei wäre es genau deren Hauptzweck, dies zu gewährleisten.

Der heutige Mainstream aber, er degradiert Tatsachen zu Meinungen, er erklärt reale Entwicklungen zu Wahnvorstellungen, er ignoriert Probleme und er verlacht legitime Interessen als irrationale Gefühle. Und alles, was nicht passt wird verfolgt, verhetzt und gelöscht. Früher hätte man gesagt: Verbrannt!

Genau das wurde mit allen im Manifest beschriebenen Tatsachen, Entwicklungen, Problemen und legitimen Interessen getan. Der Mainstream tat und tut das alles immer noch ab als Meinungen, Wahnvorstellungen und irrationale Gefühle und es ist wirklich imposant zu beobachten, wie man die Verhältnisse offenbar ohne rot zu werden schönschreiben kann:

  • Sie stellen es als idyllisch dar, aber war es das auch wirklich? 

Ob es Dummheit ist, Korruption oder insgeheim eine böse Absicht, die Gesinnungsethik der Mainstream Medien, der Politik und der Sozialen Mediengiganten steht eindeutig ganz oben auf der Liste an Faktoren, die zu dem Massaker in Neuseeland führten.



Nichts hat mit nichts zu tun



Als kleiner Einblick in das, was jenseits dieser gesinnungsethischen Schönfärberei stecken könnte, hier ein Blogbeitrag eines Neuseelandkenners zum Thema Islam, Extremismus und wie dort damit umgegangen wird. Es ist wie überall: Gar nicht.

Der Artikel erschien im Januar 2015 kurz nach den Anschlägen auf das Charlie Hebdo Büro in Paris und er beginnt mit: „Neuseeland ist sicher nicht Charlie, denn – ganz einfach – die harten Fragen im Zusammenhang mit dem Islam stellt auch in Neuseeland niemand, aus Bequemlichkeit, aus Anpasserei oder schlicht aus Angst.“

Es folgt eine minuziöse Beschreibung der Verhältnisse in Neuseeland und Australien. Sämtliche Phänomene im Zusammenhang mit dem Islam, wie es „im Kontext der global verordneten Multikulturalisierung der westlichen Welt“ auftritt, so der Autor, gibt es auch in Neuseeland. Als Land, so der Autor weiter, „liegt Neuseeland ein bisschen zurück, holt aber mit jedem Tag auf“.

Dazu enthält der Artikel eine Punkteliste, die all jene Maßnahmen umfasst, die auch der Mainstream bei uns beim Thema abspult:

  • Leserkommentare werden beim Thema Islam deaktiviert
  • Islamische Terroranschläge werden stark emotionalisiert, um von den eigentlichen Ursachen abzulenken
  • Regelmäßig werden muslimische Erfolgsgeschichten erzählt, die den Integrationserfolg belegen sollen (hier ein interessanter Artikel zur Sache beim Spectator)
  • Muslimische Migration ist eine unhinterfragbare Selbstverständlichkeit
  • Islamischer Terror hat nichts mit dem Islam zu tun

Die unmissverständliche Botschaft daraus ist, dass auch in der Öffentlichkeit Neuseelands alles genau so falsch läuft wie bei uns und überall im Westen – und das seit mindestens drei Jahren. Auch dort können sich missliebige Meinungen nur noch im Schatten der Aufmerksamkeit entfalten und sich in ihrer eigenen Filterblase hochschaukeln.

In Bezug auf das im Artikel beschriebene tägliche Aufholen bei der Umsetzung von Multikulti lässt sich sogar noch ableiten, dass die Veränderungen in Richtung Islamisierung in Neuseeland noch viel deutlicher sichtbar gewesen sein müssen in den letzten drei Jahren als andernorts. In Frankreich dauerte es 30 Jahre und in Deutschland und anderen Staaten Westeuropa waren es (bis 2015) ungefähr 20 Jahre, bis die kritische Masse erreicht wurde. Das ist genug Zeit für die Ausprägung einer Gewohnheit bei der Bestandsbevölkerung. Die Temperatur stieg für sie nur langsam an und daher merkte es der europäische Frosch lange Zeit nicht.

Nun muss man sich aber einmal einen Neuseeländer vorstellen, der aus einem Land stammt, in dem diese Entwicklung bis vor kurzem nicht existierte und der wie es im Manifest steht, den Schreck seines Lebens bekam, als er Europa bereiste und anstelle von Europäern überall nur Kopftücher, Bärte und Terrormeldungen zu sehen bekam.

Dann kehrt dieser Mann - dessen Gesinnung sich mit der Reise deutlich verschoben hat, aber noch nicht im Bereich eines psychopathischen Massenmörders angelangt ist - wieder nach Hause zurück. Und was sieht er dort? Richtig, es sind überall genau jenen kulturfremden Kopftücher und Bärte, die er auch in Europa überall sah und die es zum Zeitpunkt seiner Abreise noch nicht gab.

Das muss unzweifelhaft einen bedeutenden Einfluss auf das Entscheidungskalkül des Täters gehabt haben. Er kam nach Hause und sah mit eigenen Augen, wie seine Heimat in hoher Geschwindigkeit transformiert wurde in etwas, das er nicht wiedererkannte, das ihn aber bis ins Mark ängstigte, weil er die negative Seite dessen intensiv auf seinen Reisen erlebte.

  • Konnte er sich darüber in Leserkommentaren Luft verschaffen? Nein, die waren abgeschaltet.
  • Konnte er sich politisch äußern und öffentlich sein legitimes Interesse anmelden? Nein, da auch in Neuseeland der Meinungskorridor eng ist wie eine Gasse.
  • Und ganz entscheidend: Konnte er in Ruhe überlegen, was zu tun ist und langfristige Maßnahmen für sich, sein Umfeld und sein Land ergreifen? Nein, denn die Islamisierung Neuseelands mag zwar noch gering ausgeprägt sein, dafür aber schreitet sie umso schneller voran.

Wer die Ratio des Täters nachvollziehen will, der muss eigentlich nur diesen einen Blogartikel lesen, da daraus völlig klar wird, warum das Manifest so sehr die Zeitnot betont und daraus extreme Mittel ableitet.



Was bleibt außer Schreien?



Unterm Strich haben wir es zu tun mit einer gefährlichen Mischung aus inkompetenten Medien, verlogenen Ideologen und korrupten Politikern, die dem Täter den Weg pflasterten.

Sie hoben in Neuseeland die Temperatur zu schnell an – oder überhaupt erst und das gegen eine überwältigende Mehrheit die in allen betroffenen Ländern – so dass sich der neuseeländische Frosch nicht langsam an das neue Multikultidogma gewöhnen konnte.

Dann unterdrückten sie jeden Dissens dagegen, der wenn sie ihn frühzeitig mit einer moderaten Kurskorrektur beachtet hätten, aus der Welt hätte geschaffen werden können. Das geschah jedoch nicht und so begann bei einigen ein wildes Wuchern des Dissens im Verborgenen.

Und nun, da die Tat geschehen ist folgen sie mit einer erstaunlichen Zuverlässigkeit exakt jener Agenda, die der Täter mit seinem Attentat von Beginn an im Sinn hatte.

An Intelligenz scheitern die wenigsten. Dummheiten sind es in der Regel, über die wir als Individuen wie auch als Gesellschaft stolpern. Mir fällt es sehr schwer, das Attentat und alles was dorthin führte nicht mit der kollektiven Dummheit unserer Eliten zu erklären. Aber erklär mal einem Dummkopf, dass er dumm ist.

Ihre Fehler werden sehr wahrscheinlich weitergehen und es ist zu befürchten, dass dies in naher Zukunft in einem Bürgerkrieg münden wird und ich bin nicht alleine in meiner Einschätzung. Bleibt nur zu hoffen, dass die Macht der Eliten und schneller schwindet, als Gewalt und Elend auf uns zukommen.

Es gibt einen Spruch, wonach wir Menschen wie Flaschen sind, die genau dann zu Boden fallen, wenn uns im Leben etwas schreckliches passiert – und jedem wiederfährt früher oder später im Leben etwas schreckliches. Die einen zersplittern dabei in tausend Teile, andere dagegen werden zur Waffe.

In dem Sinne rufe ich die Politik, die Medien, die Eliten und die Öffentlichkeit dazu auf:

Hört endlich auf damit, mutwillig Flaschen auf den Boden zu werfen!

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